Ungewohnte Fahrzeuge

Manchmal muss man ein Fahrzeug nutzen, das einem nicht vertraut ist. Die Fahrzeugbedienung und -abmessungen sind ungewohnt. Knöpfe, Hebel und Schalter liegen nicht dort, wo man es von anderen Fahrzeugen gewohnt ist. Vielleicht hat das Auto auch Bedienelemente oder Fahrassistenzsysteme, die man überhaupt nicht kennt und sich erst mit deren Bedienung vertraut machen muss. Eine besondere Eingewöhnung verlangen auch Pedelecs – Fahrräder mit Unterstützung durch einen Elektroantrieb.

Routine gewinnen

Insbesondere, wenn man auf ein Elektrofahrzeug umsteigt, ist dessen Reaktion auf Gasgeben, Lenken und Bremsen eine andere. Daher ist bei der Benutzung eines ungewohnten Fahrzeugs vieles neu zu erfassen, was sonst bereits Routine ist. Da die Bedienung einen größeren Teil der zur Verfügung stehenden Kapazitäten beansprucht, bleiben umso weniger für die Verkehrsbeobachtung und die situationsbedingten Entscheidungen übrig. Hinzu kommen ungewohnte Abmessungen der neuen Fahrzeuge. Besonders stark fällt dies ins Gewicht, wenn man vom Pkw auf einen Transporter oder Lkw wechselt.

Im Trend: Pedelecs

Mit Pedelecs sind Menschen umweltschonend und kostengünstig unterwegs und tun dabei gleichzeitig noch etwas für die Fitness. Dank der Elektrounterstützung lassen sich lange Strecken und Steigungen mit einem deutlich geringeren Kraftaufwand überwinden. Immer häufiger werden Pedelecs im innerstädtischen Verkehr und im gewerblichen Bereich für Auslieferungsfahrten oder als Dienstfahrzeug auf Kurzstrecken eingesetzt. Auch wenn sich Pedelecs auf den ersten Blick kaum von „normalen“ Fahrrädern unterscheiden, gibt es deutliche Unterschiede: So setzt der Antrieb bei einem Pedelec teilweise abrupt ein, was die Fahrstabilität beeinträchtigen kann. Zudem ist oft mehr Kraft beim Rangieren und im Handling erforderlich.

Was also tun?

Wer ungewohnte Fahrzeuge benutzt, sollte sich bewusst machen, dass das Fahrzeug nicht vertraut ist. Umso wichtiger sind eine angepasste Geschwindigkeit und ein angemessener Sicherheitsabstand. Auf abgesperrtem Gelände oder einem leerstehenden Parkplatz kann man Fahrmanöver und entsprechende Fahrzeugreaktionen (z. B. Anfahren, Beschleunigen, Kurven fahren, Bremsen, Rangieren) gefahrlos testen.

Auch bei der Nutzung eines Pedelecs empfiehlt sich ein Blick in die Betriebsanleitung, die neben der Bedienung zumeist auch Besonderheiten der Fahrtechnik erläutert und Sicherheitshinweise gibt Der DVR bietet spezielle Trainings für den sicheren Umgang mit Zweirädern an.

Insbesondere bei Lasten-Pedelecs muss man sich an das erheblich größere Gewicht und an die Abmessungen des Fahrzeugs gewöhnen. Auch hier müssen für einen sicheren Transport Aspekte der Ladungssicherung berücksichtigt werden, um Unfälle zu vermeiden.

Da der Umstieg auf ein anderes Fahrzeug dazu führen kann, dass die Verkehrssicherheit leidet, sollte man hierbei immer besonders aufmerksam und vorausschauend fahren. An die Bedienung, an die Fahrzeugabmessungen, an veränderte Sichtverhältnisse und verändertes Fahrverhalten muss man sich erst gewöhnen. Eine gründliche Einweisung bei der Fahrzeugübergabe sowie das Lesen der Bedienungsanleitung sollten selbstverständlich sein.